Rundbrief Januar 2010

Eugen Rosenstock-Huessy Gesellschaft e.V.

 

"Je tiefer
ein Wort gefaßt wird,
desto bestimmter wird der Zeitpunkt,
an den es gehört."

 

Eugen Rosenstock-Huessy, Glückhafte Schuld, in: Das Geheimnis der Universität S. 148


Epiphaniasbrief an die Mitglieder 1/2010      Januar 2010

 

Inhalt

1.Freya von Moltke und Cynthia Harris † Eckart Wilkens
2. Der Soziologie-Konflikt ist auf die Ebene der Rechtsanwälte gekommen Eckart Wilkens
3. Brief des Vorstands an die Herausgeber der Soziologie Eckart Wilkens
4. Programm der nächsten Tagung in Haus Salem Bethel/Bielefeld 26. – 28. März 2010
Das Gesetz der Technik
Eckart Wilkens
5. Einladung zur Mitgliederversammlung am 27. März 2010, 19:30 Uhr Eckart Wilkens
6. Anmeldeformular der Tagung 26. - . 28 März 2010 Wilmy Verhage
7. Die Internet-Seite der Gesellschaft: Stand, Absicht, Mitwirkung Lothar Mack/
Marianne Hagmann
8. Drei sommerliche Höhepunkten auf DVD Agnes Lieverse
9. Mitgliederbeitrag Andreas Schreck/
Wilmy Verhage
10. Adressenänderungen


1. Freya von Moltke und Cynthia Harris †

An Neujahr verstarb Freya von Moltke in Four Wells, Norwich/ Vermont im 99. Lebensjahr. Und das verändert die Lage der Eugen Rosenstock-Huessy Gesellschaft in radikaler Weise: denn sie war es doch, die die vierte Epoche im Leben und Wirken Eugen Rosenstock-Huessys hervorgerufen und nach seinem Tode verkörpert hat, die Epoche, die durch das vierte große Werk „Die Sprache des Menschengeschlechts" allen zugänglich ist. Sie war bei der Gründung der Eugen Rosenstock-Huessy Gesellschaft noch unsichtbar. Jetzt darf sie umgestaltend und erleichternd auf uns einwirken. Daß eine Woche später Cynthia Harris verstarb, die Eugen Rosenstock-Huessy das existentielle Übersetzen in die englische Sprache beseelte, wirkt fast als Bestätigung des Wandels, der mit Freyas Hinzukommen geschah. Wir versuchen, ganz offen dafür zu sein, was die Trauer, soweit sie an uns ist, auftut, dahinten läßt und wo sie Fortgang gewährt.


2. Der Soziologie-Konflikt ist auf die Ebene der Rechtsanwälte gekommen

Am 28. Dezember 2009 bin ich mit einem Dossier verschiedener Schreiben und Schriften für die Eugen Rosenstock-Huessy Gesellschaft zum Rechtsanwalt Theo Hölscher in Köln gegangen, um ihm die Antwort auf das Schreiben des Rechtsanwalts Werk aus Stuttgart für den Talheimer Verlag anzutragen. Der Verlag erhebt nach wie vor die Forderung von DM 45.000 aus dem ersten Vertrag (der geschlossen wurde, als von dieser Summe noch nichts zu sehen war, und der ausdrücklich das Abwarten enthielt, wieviel denn nun zusammenkommen würde) plus Zinsen seit der ersten Abrufung des Druckkostenzuschusses plus Rechtsanwaltskosten. Dieser Forderung können wir nicht nachkommen und sind entschlossen, es auf eine gerichtliche Auseinandersetzung ankommen zu lassen, wenn es nicht anders geht. Das fordert - wie wir gerade bei Eugen Rosenstock-Huessy gelernt haben können - Zeit und Lebenszeit, die uns beim Verfolgen anderer Vorhaben abgeht. Der folgende Brief konstatiert diese Lage innerhalb der Eugen Rosenstock-Huessy Gesellschaft.


3. Brief des Vorstands an die Herausgeber der Soziologie

Köln, 11. Januar 2010

Sehr geehrter Herr Gormann-Thelen,
lieber Lise,
sehr geehrte Frau Dr. Mautner,

im September vorigen Jahres ist die von Ihnen und Frau Irene Scherer herausgegebene Edition der Soziologie Eugen Rosenstock-Huessys erschienen. Das hebt die das Verstummen bewirkende Sperre auf, die das Wort zwischen Ihnen und der Eugen Rosenstock-Huessy Gesellschaft nur noch als Schriftverkehr zwischen Herrn Welf Schröter für den Talheimer Verlag und der Eugen Rosenstock-Huessy Gesellschaft dulden wollte. Wir können und möchten nun frei und in der Anrede sagen, was wir halten von dieser Edition, wie sie nun ist.

Sie haben - das ist das einzige, was jener beschränkte Schriftverkehr erreicht hat - die Eugen Rosenstock-Huessy Gesellschaft nicht namentlich erwähnt, weil sie tatsächlich an der Herstellung des Manuskripts, wie es gedruckt wurde, nicht beteiligt war. Mögen Sie auch der Meinung gewesen sein, die ganze freiwillig geleistete und unbezahlte Arbeit im Auftrag der Eugen Rosenstock-Huessy Gesellschaft wenigstens begonnen zu haben (einen regelrechten Beschluß der Mitgliederversammlung hat es dafür nicht gegeben, wenn auch das Vorhaben von vielen Mitgliedern zustimmend getragen und begleitet wurde), vollendet haben Sie die Arbeit in eigenem Auftrag, aus Treue - nehme ich an - zu dem Imperativ, der Ihnen aus der Begegnung mit Eugen Rosenstock-Huessy in seinem Werk zugekommen ist, nicht aber aus Treue zu dem von der Eugen Rosenstock-Huessy Gesellschaft unternommenen Auftrag.

Und doch sind wir - wenn auch nicht angesprochen - wohl gemeint, wenn es in Ihrem Nachwort, Herr Gormann-Thelen, heißt: Von vielen nicht gerade gefördert. Unter diese vielen können wir uns also rechnen. Sehe ich recht, können Sie damit eigentlich nur Mitglieder der Eugen Rosenstock-Huessy Gesellschaft meinen. Der Ton des Satzes führt in die Irre, wenn er auch, nämlich die Satzaussage - der Tatsache nach - wahr ist. Nicht nur die Förderung der Erstellung eines Manuskripts durch Ihren Nachfolger im Amt des Ersten Vorsitzenden, Herrn Dr. Fritz Herrenbrück, auch die Anfragen seit dem Brief des Vorstands im Mai 2005, vor allem die mehrfachen, durch die - niemals von uns unterschriebene - Vereinbarung vom Anfang des Jahres 2008 angeregten Angebote zu tätiger Mitarbeit sind von Ihrer Seite nur wortlos abgelehnt worden. Der Verlag hat die Ablehnung durch strikte Rückforderung des bis dahin einzusehenden Manuskripts getätigt.

Wir können also wirklich nicht stehen lassen, was mit dem Ton „nicht gerade" gemeint ist: daß nämlich diese vielen die Edition haben so verhindern wollen, wie die sturen und unwilligen Leser von 1958, von denen Sie behaupten, sie hätten Eugen Rosenstock-Huessy exekutiert, wie es die Nazis gerne getan hätten, hätte ihn nicht Viktor Bausch in seiner Wohnung verborgen, als sie 1933 bei ihm in Berlin an der Tür schellten: „Wo ist der Jude Rosenstock?"

Wir gehören aber zu der von Ihnen gar nicht erwähnten Gruppe von Menschen, die die Soziologie von 1956 und 1958 eben doch gelesen haben, ja, nicht nur gelesen, sondern als lebensverändernde und aufrufende geistige Mitgift in ihr ganzes Leben seither, also seit dem halben Jahrhundert, von dem Sie schreiben, aufgenommen haben. Daß die akademischen Lehrer in Deutschland in West und Ost nur ausnahmsweise dazugehörten, liegt doch vielleicht daran, daß Eugen Rosenstock-Huessy sie gar nicht in erster Linie angeschrieben hat, wie er in seinem Brief an Fritz Vilmar vom 22. November 1958 schrieb:


Weil Luther nicht das allgemeine Priestertum gebracht hat,
sondern nur das allgemeine Theologentum,
deshalb müssen wir heute rufen:

Priester: Klerus seit den Aposteln,
Levit: Theologen seit 1125,
Samariter und Laien: seit heute.

Da nun zuviel Theologie den Glauben erdrosselt,


rufen wir das allgemeine Laientum der Fachleute

aus./


An die Samariter und Laien richtet sich das Buch – Leviten und Priester mögen es mitlesen, können und sollen es aber nur fassen, wenn sie das allgemeine Laientum der Fachleute in sich zulassen. Wie schwer es ist, Priester und Levit für sich nicht mehr total gelten zu lassen, wenn sie sich einmal im Leben festgesetzt haben, das ist es, was Ihr rächen-wollendes Drängen erweist.

Auch Du, Lise, hebst ja in Deinem Artikel in dem Nieuwsbrief Vereniging Respondeo vom Dezember 2009 das hervor: Vooral een gisping van de niet-receptie van het werk in Duitsland en aanduiding van het karakter.

Beide Schelten erinnern mich an den in der Volkshochschule erlebten Brauch, sich damit hervorzutun, daß man die beschimpft, die nicht da sind – statt dankbar die anzureden, die doch kommen, sich beteiligen, das ganze Unternehmen tragen. Das sind dann eben die vielen, die nicht gerade fördern – obwohl ganz das Gegenteil wahr ist.

Die sich in dieser Haltung offenbarende Wut auf die Väter, die den Großvater Eugen Rosenstock-Huessy nicht haben gelten lassen, mag nun auch dazu geführt haben, daß unsere Kritik an der Edition, wie wir sie im Februar 2008 sehen konnten, völlig ungehört verhallt ist. Bis zum Erscheinen des Werkes, das immer fraglich blieb, ehe nicht die drei Bände in der Hand gewogen werden konnten, bestand ja immer noch die Hoffnung, wenigstens der eine oder andere Punkt wäre berücksichtigt worden.

Jene Wut – so verstehen wir diese starke Kraft – hat bewirkt, daß das Werk von Eugen Rosenstock-Huessy in seinem geschichtlichen und tatsächlichen Wirken verstellt wurde. Sie setzen sich in ihrer Autorschaft über die des Autors, indem sie den Zeitpunkt setzen wollen, an dem das Werk in seiner wahren Gestalt jetzt erschienen sei. Es bekommt dadurch den Charakter der Einaltrigkeit.

Zu der Geschichtlichkeit der Soziologie Band I 1956: Die Übermacht der Räume, Band II 1958 Die Vollzahl der Zeiten gehören aber:
  • Der Titel,
  • die Zweibändigkeit,
  • die verhüllte Widmung in dem Vorwort (das bei Ihnen nur noch als Anhang zulesen ist, aber nicht mehr als die Ouvertüre, das Vorspiel auf dem Theater),
  • die systematische Gliederung in den Inhaltsverzeichnissen,
  • das Corpus der Anmerkungen als Fußnoten,
  • das Personen- und Sachregister, welche eben in der Ausgabe von 1956/1958 keineComputer-gestützte Vollständigkeit aufwiesen, weil – wie man in Biblionomics nachlesen kann – eine solche den Leser im Stich läßt, indem es keine Orientierungshilfe mehr sein kann.

a) Der Titel Soziologie ist nicht die Erfindung des Kohlhammer Verlags gewesen, so hieß schon der erste Band des ganzen Werkes, als er 1925 erschien. Die Bibliographie von Edward F. Little, B. E. Bergesen, C. Russell Keep, Matthias Rang von 1958 vermerkt ja ausdrücklich: 2. Auflage 1956. Und in dem Ihnen mitgeteilten Brief Eugen Rosenstock-Huessys an seine Frau vom 4.8.1951 heißt es ja:

Bitte hilf mir, das Rätsel des Titels für Kreuz der Wirklichkeit zu lösen. Wir sind uns ja einig, es sei kein guter Titel. Es legt ein innerstes Geheimnis bloß, statt ein Kleid anzuziehn.


Ich habe nun auszuprobieren begonnen,

an Inge usw. Der ZEITRAUM DER GESELLSCHAFT

Band I. Die Übermacht der Räume
Band II. Die Fülle der Zeiten.

Es ist kühl, aber doch wohl nicht uninteressant. Der Lehrbuchcharakter ist sachgemäß.


b) Die Zweibändigkeit war nicht nur eine Verlegenheitslösung: sie stellte die wirkliche Entstehungsgeschichte des Werkes dar und überwölbte die Schreckenszeit der verstummten Ewigkeit zwischen 1925 und 1956. Der Vorschlag von Prof. Dr. Hugo Gotthard Bloth war eben ein Vorschlag – Rosenstock-Huessy war dankbar für jedes eingehende Verstehen. Die Dreiteiligkeit des zweiten Bandes Die Vollzahl der Zeiten – zumal als freundlicher Wink zu der Dreiteiligkeit des Sterns der Erlösung Franz Rosenzweigs hinüber - hätte ebenso Aufmerksamkeit verdient. Für alle praktischen Zwecke sind die drei Teile nicht zu trennen (Trajektivum, Präjectivum, die Institutionen).

c) Die Widmung an Freya von Moltke, als sie noch lebte, und Hans Huessy, als er schon gestorben war, ohne daß der unbefangene Leser wissen kann, daß sie von den Herausgebern, nicht aber von dem Autor ausgesprochen ist, verletzt in empfindlichster Weise die Geschichtlichkeit des Werkes – zumal die Freunde und die Ehefrau Margrit Rosenstock-Huessy in dem versetzten Vorwort als die Träger des Dankes, wie er sich in einer Widmung aussprechen mag, genannt sind. Nur eben verhüllt, ohne den Pomp einer Widmung, die oft ja Dank eines Schülers an seine Lehrer ist.

d) Die systematische Gliederung der Inhaltsverzeichnisse bewährt das in dem Vorwort von 1956 über den Stil des ganzen Werkes Gesagte: es offenbart die Arbeit mit einem streng gefaßten System. Die Fassungskraft des Lesers erfährt gerade durch dieses systematische Inhaltsverzeichnis die Klarheit des französisch geprägten Stils, während die Register dem englischen Stil verpflichtet sind. Und beides stand auch in einem erkennbaren Verhältnis.

e) Das Corpus der Fußnoten Eugen Rosenstock-Huessys ist nicht mehr zu erkennen. Sie haben dem entgegenwirken wollen, indem Sie – ich bin mir nach wie vor nicht sicher, ob durchgehend – Ihre Anmerkungen mit dem Vermerk versehen haben: Anmerkung der Herausgeber. Die ursprünglichen Anmerkungen sind aber nicht mehr als der nach außen reichende Teil des Werkes zu erkennen, der für den Leser hilfreiche Brückenköpfe baut. Ihre Fußnoten ersticken besonders diesen doch ebenso wie alles andere zu achtenden Text-Teil des Werkes durch Anzahl, Redundanz und – besonders bei den Literaturangaben - überflüssige Angaben.

f) Das Sachregister ist in seiner fast lexikalisch angelegten Breite ein Chaos mehr, in dem man sich verlieren kann, mit Querverweisen, die dann manchmal in Sackgassen führen. Wichtige Hinweise sind unterblieben (zum Beispiel auf den Satz: Sex without Song is Sin). Vor allem aber das Verhältnis zum gesamten Textcorpus. Während ein Register knapper Extrakt des gebotenen Inhalts sein kann, überschwemmen hier die sechshundert Seiten Anmerkungen plus Register die dreizehnhundert Seiten Text. Das mag durch den mündlichen Stil nahegelegt worden sein, der eben den Leser an jeder Ecke auffordert, sich auf die jetzt gemachte Aussage zu konzentrieren und dabei manche Mitteilung – jedenfalls erst einmal und wie nebenbei – einfach zu glauben.

Besonders an diesem Punkt ist zu bedauern, daß die Herausgebergruppe niemals über die Kriterien der Herausgabe beraten hat oder sich beraten ließ. Diese zu finden ist deshalb geboten, weil die Texte Eugen Rosenstock-Huessys gerade in ihrem mündlichen Stil etwas Neues sind und die Hierarchie des Wichtigen und Nebensächlichem in Linie, Farbe und Form herausfordert, die übrigens beim Anhören der Texte fast mühelos geleistet wird, nur beim Lesen nicht.

Daß uns dieser Teil der Edition überhaupt nie zu Gesicht kam, ist nur noch festzustellen – auf Kritik hätten Sie vermutlich auch da nicht gehört.

g) Eine einfache Stichprobe hat ergeben, daß auch der Text Änderungen aufweist, die mit Lehrerhaftigkeit klangliche Eigenheiten der Sprache Eugen Rosenstock-Huessys (die er mit seinen Freunden damals teilte) stillschweigend korrigiert, z. B. heut für heute, selber für selbst und manche Inversionen, zu deren Verständnis der Leser die Stimme erheben muß.

Du stellst die Vorteile der Edition heraus, Lise: Lebenslauf, Auswahlbibliographie, zwei ergänzende Partien: Der vollständige und der selbständige Mensch und Die Zeitrechnung, Druckfehlerkorrektur, aus dem durchschossenen Exemplar Rosenstock-Huessys übernommene Ergänzungen, die Ergänzungen im ersten Band von 1968.

Der Lebenslauf hätte erneut durchforscht und abgestimmt werden sollen; Gottfried Hofmann hat mehrere Punkte in Frage gestellt – ohne daß dem weiter nachgegangen wurde. Die Auswahlbibliographie ist selbstverständlich. Druckfehlerkorrektur auch. Für die Zusätze gab es den Vorschlag von Ko Vos, sie in einem Beiheft mitzugeben, was klarer und „ordentlicher“ gewesen wäre. Die Ergänzungen von 1968 bedürfen nur eines Hinweises in einer Fußnote.

Da wir nicht zu denen gehören, die sich über die Taubheit der Geschlechter aufregen, weil das Verstehen von etwas umstürzend Neuem nur durch Weitersagen Licht und Farbe bekommt, nicht aber in dem – dann gar nicht weiter gelesene - Druckseiten produzierenden akademischen Betrieb nach amerikanischen Muster, verbleiben wir bei der alten Ausgabe, die auf der DVD und antiquarisch noch wohl zu haben ist.

Unsere Zweifel, ob der Zwergverlag unter der Fahne Ernst Blochs je Werbung und Vertrieb so leisten kann, daß von einem Erfolg zu reden ist, sind ja von Ihnen auch geteilt und dann - wider besseres Wissen - hintangestellt worden.

Es ist zu erwarten, daß Ihr Starren auf Exekution die Meinung, sie hätte wiederum stattgefunden, geradezu hervorruft – Sie könnten sich also mit demselben falschen Argument wie für die Ausgabe von 1956/1958 aus der Affäre ziehen. Wenn wir Ihnen dann förderlich sein können, gerade das nicht zu tun, sondern nüchtern Voraussetzungen und Ergebnis zu betrachten, sind wir zur Stelle.

Der Vorstand der Rosenstock-Huessy Gesellschaft beabsichtigt, dieses Schreiben als Rundbrief den Mitgliedern, den Korrespondenten und den Spendern etwa Ende Januar 2010 zukommen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen,


Eckart Wilkens

4. Programm der nächsten Tagung am 26. – 28. März 2010 in Haus Salem Bethel/Bielefeld:

DAS GESETZ DER TECHNIK


Bei der letzten Vorstandssitzung in Göttingen 8.-10. Januar 2010 haben wir folgendes Programm für die Tagung in Haus Salem gefunden. Wir möchten alle einladen zu kommen und an der Reise teilzunehmen, die wir zu den Europäischen Revolutionen als Erholungsreise anbieten.


Freitag, 26. März 2010
17.30 Uhr Ankunft
18.00 Uhr Abendessen
19.30 Uhr Eckart Wilkens, Einführender Vortrag zum Gesetz der Technik
21 Uhr Gegenseitige Vorstellung der Reiseteilnehmer

Samstag, 27. März 2010
8.30 Uhr Frühstück
9.30 Uhr Aufbruch mit dem Reisebus Mutabor 1. Station: nach Rom
10.45 Uhr Pause (während der Reise)
11 Uhr 2. Station: nach Florenz
12.15 Uhr Mittagessen
14 Uhr 3. Station: nach Wittenberg
15 Uhr Kaffeepause
15.30 Uhr 4. Station: nach London oder Walsingham
16.45 Uhr Pause (während der Reise)
17 Uhr 5. Station: nach Paris
18 Uhr Abendessen
19. 30 Mitgliederversammlung (siehe die Tagesordnung unten)

Sonntag, 28. März 2010
7.30 Uhr Andacht in der Waldkapelle: Glückhafte Schuld
8.30 Uhr Frühstück
9.30 Uhr 6. Station der Reise mit dem Bus Mutabor: nach St. Petersburg und Moskau
10.45 Uhr Pause
11 Uhr Das Gesetz der Reproduktion
12 Uhr Mittagessen Ende der Tagung

5. Einladung zur Mitgliederversammlung am 27. März 2010, 19:30 Uhr
1. Gedenken an Rudolf Hermeier + - was der Vorstand zu seinem Gedenken tun will
2. Genehmigung des Protokolls der letzten Mitgliederversammlung 2009
3. Bericht des Vorstands und Aussprache

4.Kassenberichte der deutschen und niederländischen Kasse, Entlastung, Frage, ob es möglich und tunlich ist, die niederländische Kasse mit der deutschen Kasse zusammenzufassen

5. Tagung zur „Kreatur“ – Stand und Ausblick
6. Projekt: Welches sollen die Kriterien sein, die bei der Neuherausgabe von Werken Eugen Rosenstock-Huessys zu beachten sind
7. Stimmstein
8. Nachrichten vom Rosenstock-Huessy Fund, der Rosenstock-Huessy Society und Respondeo
9. Nachrichten vom Archiv in Bethel
10. Verschiedenes

6. Anmeldeformular zur Tagung, 26. – 28. März 2010
0 Personen
Name(n):

Übernachtung und Verpflegung von Freitag, 26. März, bis Sonntag, 28. März 2010
0 Einzelzimmer
110 Euro
0 Doppelzimmer p. P. 95 Euro
0 Tagesgast 50 Euro

0 Vegetarisches Essen
0 eventuelle Allergien:

NB. Mit eigener Nasszelle sind nur drei Zimmer ausgestattet, Zuschlag 6 €. Bettwäsche 5 € (oder selber mitbringen).


Ermäßigungen kann das Haus Salem nicht gewähren. Interessenten, die aus finanziellen Gründen von einer Teilnahme absehen müssten, wenden sich bitte an den Vorstand. Er wird – wie in den vergangenen Jahren – eine Lösung finden.

Adresse: Haus Salem, Begegnungs- und Tagungsstätte, Bodelschwinghstr. 181, 33617 Bielefeld-Bethel. Telefon Büro 0521-144-2486. E-Mail: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. – Telefon für Gäste 0521-144-2929.
Internet www.salem-bethel.de.

Bitte Ihr Anmeldungsformular senden an Wilmy Verhage:
E-Mail:    This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.
Brief:    Mw Wilmy Verhage, Olympiaplein 32 A 1,
1076 AC Amsterdam, Niederlande.



7. Die Internet-Seite der Gesellschaft: Stand, Absicht, Mitwirkung
An der Jahrestagung vom vergangenen Jahr wollten wir einen Überblick über die Homepage der Gesellschaft geben. Weil das aus zeitlichen Gründen nicht möglich war, holen wir das hiermit nach. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie mit Ihren Ideen und Ihrer Mithilfe dazu beitragen, daß die Stimme Eugen Rosenstock-Huessys deutlicher und oft erstmals vernommen wird.

1. Einleitung
Die Internetseite www.rosenstock-huessy.com besteht seit Juni 2008. Sie ist eine Weiterentwicklung der Anfänge, die Wilmy und Otto in Holland unternommen hatten. Die Inhalte sind auf einem Server der Schweizer Firma Cyon in Basel, www.cyon.ch. Ansprechpartner für technische Fragen ist Herr Pascal Steck, der ebenfalls in Basel die Internet- Firma PC-Tracert führt; www.pctracert.ch.

Redaktionell betreut wird die Seite von uns beiden, Marianne Hagmann und Lothar Mack aus Thalheim (Schweiz). Wir stellen neue Texte auf die Seite und halten sie so aktuell wie möglich. Zugleich prüfen wir regelmäßig, ob sie den Erfordernissen genügt und in welche Richtung sie eventuell auszubauen wäre.

Die Seite ist zweigliedrig, denn sie soll sowohl die Gesellschaft wie auch Eugen Rosenstock- Huessy vorstellen. Beides ist in der jetzigen Fassung soweit gegeben.

2. Ziele und Möglichkeiten des Internet-Auftritts
Eugen Rosenstock-Huessy und die Gesellschaft werden einem weiteren Kreis (potentiell) Interessierter zugänglich gemacht und vorgestellt. Dafür bringen wir Grundinformationen über die Gesellschaft, ihre Ziele, Rundbriefe und Veranstaltungen, und einen Überblick über Leben, Glauben, Denken und Leiden ihres Stifters aus dem Blickwinkel verschiedener Menschen zu ihrer je eigenen Zeit.
Und es darf weitergehen:
  • zu einem Austausch unter den Mitgliedern
  • zu Verweisen auf wertvolle Veröffentlichungen anderer,
  • zu einem bibliografischen Überblick,
  • zu Beiträgen zu aktuellen Fragen unserer Zeit.

Der Wissende fragt, und der Fragende weiß manchmal mehr als er denkt.

3. Mitwirkung ist möglich und sehr erwünscht
Um die Internetseite aktuell und anziehend zu gestalten, sind wir auf die Mithilfe und das Mitdenken von Vorstand wie Mitgliedern angewiesen. Das kann heißen,

  • einige wenige Zeilen schreiben (über eine Veranstaltung oder zu einem aktuellen Thema),
  • eine Bestandesliste aktualisieren,
  • einen Artikel in eine internetgerechte Form bringen,
  • zur Diskussion über ein Thema anregen,
  • uns beiden Rückmeldungen geben,
  • vorhandene Texte ins Holländische oder Englische übersetzen (oder von dort ins Deutsche), weil die Internetseite mehrsprachig werden soll.

Wir wollen nicht, daß sich jemand von einer Technik einschüchtern, sondern sich von den Möglichkeiten mitnehmen läßt, um „die vielfachen Anregungen seines [Eugen Rosenstock- Huessys] Werkes in allen Lebensbereichen fruchtbar werden zu lassen“, wie es die Satzung der Gesellschaft sagt.

4. Finanzen
Eine besondere Herausforderung sind in absehbarer Zeit die Finanzen. Damit ist nicht der laufende Betrieb gemeint, sondern wertvolle einzelne Projekte. Wir denken dabei insbesondere an das Sichern alter Bänder von deutschen Vorträgen Eugen Rosenstock-Huessys. Auch diese Aufnahmen können dann – rechtliche Abklärungen vorbehalten – ins Internet gestellt werden.

Die laufenden Kosten betragen jetzt, nachdem das Gerüst steht, 150-200 Euro pro Jahr für Arbeiten von Pascal Steck (technische Anpassungen, Rückfragen zum Unterhalt).

5. Ausblick
Wir müssen uns für Schwerpunkte entscheiden:

  • Welche Leser wollen wir in erster Linie ansprechen? Was „bieten“ wir ihnen?
  • Wollen wir vor allem Gesellschaft und Gründer vorstellen oder (von beiden ausgehend) zu Neuem anregen?
  • Wie stoßen wir zu diesen neuen Fragen vor? (Leiden aussprechen, Verwirrungen abhelfen, Heidentum aufdecken)

Je nachdem, wie man diese inhaltlichen Fragen beantwortet, schaut auch die Internetseite anders aus. Aber für diese Richtungsangaben brauchen wir Eure / Ihre Mitwirkung. Es geht um den Internetauftritt der Gesellschaft, nicht den von zwei Mitgliedern.

Lothar Mack und Marianne Hagmann    Thalheim (Schweiz), Januar 2010

8. Drei Sommer-Höhepunkte auf DVD
Im Sommer 1987 trafen sich die Bewohner des Rosenstock-Huessy Huis mit den Mitgliedern der Eugen Rosenstock-Huessy Gesellschaft in einer Ferienkolonie in Landsrade bei Gulpen. Thema dieser Woche war „Die Rolle der Frau im Denken von Eugen Rosenstock-Huessy“. Im Sommer darauf (1988) feierten wir zusammen den 100. Geburtstag von ERH. In Haarlem fand ein Symposium und ein großes Fest statt.

Aufgrund der gelungenen gemeinsamen Woche 1987 wurde im Sommer 1989 eine zweite gemeinsame Ferienwoche in Gulpen organisiert. Diesmal mit dem Thema „Dienen auf dem Planeten“. Ein wichtiger Gast war dabei Mark Feedman aus der Dominikanischen Republik.

Diese DVD enthält die Filme zu diesen Ereignissen. Sie ist Teil einer Filmserie zur Geschichte des Rosenstock-Huessy Huis in Haarlem, die Elly Hartman in der Zeit von 1971-1991 mit einer Super-8-Kamera aufgenommen hat. Um diese Filme für die Zukunft zu bewahren und besser zugänglich zu machen, hat eine Gruppe von ehemaligen Bewohnern des RHH zusammen mit Elly das Material gesichtet, untertitelt und auf DVD übertragen.

Dank vieler begeisterter Reaktionen und finanzieller Unterstützung konnte dieser Plan ausgeführt werden. Inzwischen ist die Digitalisierung fast abgeschlossen und liegen zahlreiche DVD s vor. Wir hoffen, dass Sie Freude an dieser DVD haben werden.

Kosten DVD € 12,50 (einschließlich Versandkosten).
Kontonummer kommt nach dem Auftrag
Bestellen:    e-mail: aglieveopdam (at) xs4all.nl
Brief: Agnes Lieverse Opdam, Beringlaan4, 2803GA Gouda, Niederlande

Agnes Lieverse

9. Mitgliederbeitrag 2010

Die „Selbstzahler“ unter den Mitgliedern werden gebeten, den Jahresbeitrag in Höhe von 40 Euro (Einzelpersonen) auf das Konto Nr. 6430029 bei Sparkasse Bielefeld (BLZ 48050161) zu überweisen.

Trotz Einführung des einheitlichen Zahlungssystem SEPA mit der Internationalen
Kontonummer (IBAN): DE43 4805 0161 0006 4300 29
SWIFT-BIC: SPBIDE3BXXX.
kann für Inlandsüberweisungen die bisherige Kontoverbindung weiterhin verwendet werden.

Die Lastschrift-Abbuchung des Beitrags 2009 ist Ende September/Anfang Oktober 2009 erfolgt.

Für Mitglieder in den Niederlanden steht das Kontonummer Girorekening 1877673, Mevrouw W.A.Verhage inzake Eugen Rosenstock-Huessy Genootschap zur Verfügung.

Andreas Schreck / Wilmy Verhage

10. Adressenänderungen
Bitte schreiben sie eine eventuelle Adressenänderung schriftlich oder per E-mail an Wilmy
Verhage (s. u.), sie führt die Adressenliste.


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