Archiv

Ausstellung im Archiv der ERHG

 

Einladung zur
Ausstellungseröffnung
 
„Respondeo etsi mutabor“
 
Eugen Rosenstock-Huessy (1888-1973)
im Gespräch mit Freunden
 
Thomas Dreessen | Grußwort
Amt für Jugendarbeit der EKvW
Stv. Vorsitzender der Eugen Rosenstock-Huessy Gesellschaft e.V.
 
Dr. Knut Martin Stünkel | Einleitungsreferat
Ruhr-Universität Bochum
 
Ausstellungsort:
Landeskirchliches Archiv
der Ev. Kirche von Westfalen
Bethelplatz 2 | 33617 Bielefeld
0521-594 164
This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.
www.archiv-ekvw.de
 
Ausstellungsdauer und Öffnungszeiten
1.10.-1.11.2013
Montag-Donnerstag 9-16 Uhr, Freitag 9-12 Uhr und nach Vereinbarung
 
1. Oktober 2013 I 18 Uhr
 
Weitere Informationen unter:
www.archiv-ekvw.de
 
Absender:
Landeskirchliches Archiv
Bethelplatz 2
33617 Bielefeld
 
Ausstellungsdauer: 1. Oktober bis 1. November 2013 Öffnungszeiten: Montag-Donnerstag 9-16 Uhr, Freitag 9-12 Uhr und nach Vereinbarung

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ARCHIV WORLDWIDE – OHNE ERINNERUNG KEINE ZUKUNFT


Lieber Gottfried,

selbstverständlich haben wir Jahr für Jahr und Jahrzehnt für Jahrzehnt Deinen Dienst in Anspruch genommen – das Archiv. „Frag Gottfried, wenn Du etwas suchst.“ Ich erinnere mich an 1980, als Du mir auf meine Frage die alten Mitteilungsblätter zukommen liessest, die mir viele Begegnungen mit Eugen Rosenstock-Huessy und seinen Gesprächspartnern schenkten. Du warst und bist ein Hüter unserer Erinnerung als Gesellschaft und ein Hüter der Erinnerung an Eugen Rosenstock-Huessy. Danke für diesen Deinen Dienst! Ohne Erinnerung keine Zukunft! Das gilt für unsere ERH-Gesellschaft. Das gilt auch für die planetarische Gesellschaft.

Als verantwortlicher Haushalter des Archives, der für die Zukunft Sorge trägt habe ich Dich erlebt seit ich im Vorstand bin: „Wer und wo und wie wird dieser Archivdienst weitergetragen wenn mein Dienst 2012 zu Ende geht? Wer wird sich darum kümmern bis der Name Eugen Rosenstock-Huessy so bekannt ist wie es ihm gebührt. Der bisherige Standort Hauptarchiv Bethel würde nur eine Verwahrperspektive bieten – ohne Personal.“

Ich empfinde es wie eine Fügung, dass ich 2009 mit Dr.Jens Murken, dem neuen jungen Leiter des Archives der westfälischen Landeskirche, zusammenarbeiten durfte, der gerade den Auftrag erhalten hatte, das Archiv der Landeskirche in das neue Gebäude in Bethel zu überführen. Dort wird es seit dem Januar 2011 in größeren und technisch optimalen Räumen mit qualifiziertem Personal und Ausstellungs- und Seminarräumen nicht nur aufbewahrt. Dr. Murken gehört zu den Archivaren, die das ‚Bergwerk der Bilder’ der Geschichte mit dem gegenwärtigen Leben ins Gespräch bringen, - mit einem Wort Rosenstock-Huessys - auf dass ‚die grosse Halle der Geschichte und der Dichtung aufgeschlossen steht, um durch Beispiel und geflügeltes Wort uns zu erfüllen.’ (Totenrede auf Vater Theodor Rosenstock 1928). Dieses gegenwärtige Leben ist zum Beispiel die im selben Gebäude angesiedelte neue Hochschule für Diakonie, aber auch die Webpräsenz des Archives. Begeistert wies Dr. Murken sofort auf die Chancen hin, die sich daraus ergeben, dass der Nachlass des Freundes Hans Ehrenberg sich schon am selben Ort befindet: Ahnen unserer Zukunft versammeln. Wer die grosse Sehnsucht unserer Zeit kennt nach Wurzeln, der wird diese Versammlung hochschätzen, denn „wir bedürfen des Hervorrufens alter Zeit, damit wir unserer Rufkraft, unserer Berufung, innewerden.“ (ERH Frankreich-Deutschland 1956)

Am Ende einer Epoche, in der „unsichtbaren Welt“, da benötigen wir diese Stimmen not- wendend um unsere Berufung zu finden, um unser Wort zu finden, was jetzt gesagt wird (Augustinus). Eugen Rosenstock-Huessy und Hans Ehrenberg gehören zu den Pionieren, die uns herausführen ‚aus dem vertrauten Standpunkt des Zuschauers hin zum entscheidenden Zeitpunkt, an dem wir uns zusammen befinden auf dem Weg zum Planeten’ (Ko Vos) in der Epoche der Gegenseitigkeit aller.

Du warst skeptisch. Das verstehe ich gut! Dann aber leuchtete auf Deinem Gesicht Deine Freude auf, als im Gespräch mit Dr.Murken die Zukunft unseres Archives verbindliche Gestalt annahm. Jetzt liegt der Vertrag vor und treibt mir Tränen der Freude in die Augen und weckt Lust zum Feiern und bietet uns allen Anlass, Dir zu danken für Deinen Dienst.

Dein

Thomas

aus: Brief an die Mitglieder, September 2011

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Archivbericht 2008


1. Besucher

 

Es war mir eine große Freude, den Vorstand unserer Gesellschaft im Archiv begrüßen zu können, der sich sogar einen ganzen Tag lang im Archiv aufhielt und Archivalien zu „Frucht der Lippen“ bearbeitete.
Außerdem: Fritz Herrenbrück, der an einen großen Aufsatz über Eugen Rosenstock-Huessy und Karl Löwith schrieb, der jüngste Sohn von Georg Müller, der mit Klassenkameraden der Aufbauschule anlässlich des Goldenen Abiturjubiläums das Archiv besuchte.

2. Anfragen

 

Neben diversen Anfragen von Fritz Herrenbrück, Eckart Wilkens, Rudolf Hermeier, Andreas Schreck, Mark und Raymond Huessy gab es eine Anfrage von einem Wolfgang Herzog, eine von Prof. Dr. Wilhelm Rimpau, einem der Herausgeber der Viktor von Weizsäcker-Gesamtausgabe, und von weiteren Mitgliedern der Weizsäcker-Gesellschaft, an deren Tagung in Bethel ich teilgenommen habe und über die beiden Freunde Viktor von Weizsäcker und Eugen Rosenstock-Huessy erzählen konnte. In diesem Zusammenhang bekam das Archiv 3 bisher unbekannte Briefe von ERH an Viktor von Weizsäcker in Kopie  von der Tochter Viktor von Weizsäckers, Frau Cora Penselin.
Ich habe im Laufe des Jahres ca. 20 Briefe verschickt und  viele E-Mails geschrieben.

3. Arbeiten im Archiv

 

Fortsetzung meiner  bisherigen Arbeit: Inventarisierung, Vervollständigen der Chronik des Lebens Eugen Rosenstock-Huessys. Hoffentlich werde ich mit der Inventarisierung fertig bis 2012, wenn ich, wie beabsichtigt, mich aus der Arbeit im Archiv verabschieden möchte! Teilnahme an der Tagung in Frankfurt/M über Franz Rosenzweig und Eugen Rosenstock-Huessy im Juni 2008. Mein Kontakt zu der Tochter von Albert Mirgeler ist leider abgebrochen.

4. Neuerwerbungen

 

Außer den genannten Briefen an Weizsäcker besitzt das Archiv nun eine interessante Prüfungsarbeit von Jan Kroeze, der zwischen 1959 und 1961 an Vorträgen teilnahm, die Rosenstock-Huessy in den Niederlanden hielt.
Bücher: Hartmut von Hentig (Bewährung – Von der nützlichen Erfahrung, nützlich zu sein), Jochen Köhler (Helmuth J. v. Moltke), ältere Dissertationen von Manz und von Beyfuß sowie Gedichte Joseph Wittigs (abgeschrieben von Eckart Wilkens)

5. Neues Archiv

 

Der Neubau des großen Archivgebäudes in Bethel für die Archive von Bethel, der Ev. Landeskirche von Westfalen und des Diakonischen Johanniswerkes macht Fortschritte, vielleicht kann tatsächlich wie geplant 2010 eingezogen werden.

Gottfried Hofmann, Mai 2009

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